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Streikverhinderungsgesetz oder so ähnlich…

Finger weg vom grundgesetzlich geschützten Streikrecht. Das derzeit diskutierte „Tarifeinheitsgesetz“ führt zu Verschlechterungen im Arbeitskampfrecht. Um unsere tarifpolitischen Forderungen durchzusetzen, können wir keine Verschlechterungen im Streikrecht hinnehmen. Deshalb müssen wir auf die Straßen!

 

Zeitungsverleger schaffen sich ab

Als Politiker ist man ständig mit der Zukunft beschäftigt. Wie sieht die Umwelt in der Zukunft aus? Wie sieht unsere Stadt in 20 Jahren aus? Wie fließt der Verkehr in einigen Jahren oder Jahrzehnten?

Und was machen die Zeitungsverlage in der Zukunft? Nix. Denn sie schaffen sich gerade selbst ab. Hier wird kein Zukunftsmodell für einen Verlag entwickelt, sondern eine Exit-Strategie, um das Vermögen der Sippe um Verleger Alfred zu sichern. Das ist mir in den letzten Tagen noch mal vermehrt klar geworden, wenn ich als in Köln wohnender Medien- und Netzpolitiker auf unseren lokalen Monopolverlag angesprochen werde. Nachdem bei anderen Zeitungsbeteiligungen viel Geld in den Sand gesetzt wurde, weil man auf die falschen Strategien gesetzt hat, folgt nun ein Kaputtsparkurs auch am Heimatstandort. Hier sind erneut Sanierer am Werk, die keinen Plan davon haben, wie sich die Medienlandschaft in der Zukunft entwickeln wird.

Ein kleines Beispiel gefällig? Als Radiomacher hört man draußen zum Glück nicht, wenn ich den einen oder anderen Rechtschreibfehler in meinen Texten habe. In solch einem Blog fällt das dann schon mal eher auf. Jedoch sieht man die Fehler in den eigenen Texten nicht so leicht, wie die Fehler in fremden Texten. Neulich sagte mir ein junger Kölner, der sehr am Geschehen in der Stadt interessiert ist: „Die DuMont-Sachen lese ich nicht mehr. Die sind inzwischen gespickt von Rechtschreibfehlern.“ Die Tage hörte ich dann die Nachricht, DuMont will auch noch die letzten verbliebenen KorrektorInnen vor die Türe setzen.

Image ist alles. Besonders in Zeiten, in denen sich Nachrichten wie die homophoben Äußerungen des Barilla-Chefs mittels sozialer Netzwerke in Windeseile verbreiten. Im Hause DuMont hat sich die Kunde mit dem Image noch nicht herumgesprochen. Zumindest wird das nicht so ganzheitlich gesehen, wie es sein sollte. Auf der einen Seite schmückt sich die Verlegerfamilie gerne öffentlich mit sozialem Engagement. Auf der anderen Seite wird das soziale Gewissen gerne ausgeblendet, wenn es um die eigene Belegschaft geht. Denn Tarifflucht ist asozial und wenn hier große Teile der Belegschaft in immer neue Tochterunternehmen ausgelagert werden sollen, zeugt das nicht von visionärem Handeln oder von Einfallsreichtum, sondern von plumper Geldgier. So wird das Image ganz schnell ramponiert, was sie durch ihre „sozialen Aktivitäten“ an anderer Stelle mühevoll versuchen aufzubauen. In der alten Welt war man als Quasi-Monopolist sicher, dass die LeserInnen in Köln und Umgebung von diesem asozialen Verhalten nichts erfahren. In der neuen Welt sieht das zum Glück anders aus.

Fragen stellen bei 3-Tage-Wach!

Ihr wollt Infos haben rund um Medien- und Nnoch-fragen3_ffetzpolitische Themen der GRÜNEN? Als Co-Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Medien- und Netzpolitik der GRÜNEN mache ich mit bei der Aktion 3-Tage-Wach. Am Donnerstag (19.09.13) von 18 bis 20 Uhr sowie am Samstag (21.09.13) von 20 bis 24 Uhr stehe ich für Fragen zum Themenbereich zur Verfügung. Mehr Infos unter www.gruene.de.